
Der Präsident der Handwerkskammer Erfurt, Stefan Lobenstein, überreichte die Meisterbriefe und gratulierte persönlich zu den Erfolgen.
Meisterfeier der Handwerkskammer Erfurt: 367 Jungmeisterinnen und Jungmeister erhalten ihre Meisterbriefe
15. Februar 2025
Sie haben über Monate oder gar Jahre gebüffelt und gepaukt, sich neues Wissen in Sachen Ausbildung und Betriebsführung angeeignet und unerlässliche Fertigkeiten für den Betriebsalltag gelernt. Jetzt dürfen sie ihre Erfolge feiern: Insgesamt 367 Frauen und Männer sind bei der traditionellen Meisterfeier der Handwerkskammer Erfurt am heutigen Samstag (15. Februar 2025) in der Messe Erfurt ausgezeichnet worden. Im feierlichen Rahmen nahmen sie ihre Meisterbriefe von Stefan Lobenstein, Präsident der Handwerkskammer Erfurt, und Thomas Malcherek, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Erfurt, entgegen. Sie blickten stolz auf ihre Leistungen und schmiedeten Pläne für die Zukunft im und des Handwerks.
In seiner Ansprache stellte Stefan Lobenstein die Leistungen der Absolventinnen und Absolventen heraus. „Sie haben über Monate, ja Jahre hinweg gelernt, geschuftet, geschwitzt – und heute halten Sie das Symbol Ihrer Leistung in den Händen: Ihren Meisterbrief. Sie sind nicht nur Fachkräfte, sondern die Zukunft unseres Mittelstands und gehören zur Elite des Handwerks!“, sagte er. Er unterstrich die Bedeutung des Handwerks als Fundament der Wirtschaft und als Motor für Unternehmertum. Gleichzeitig kritisierte er die übermäßige Bürokratie, die viele Betriebe ausbremse, und forderte eine Vereinfachung der bürokratischen Prüfungen und Kontrollen, um den Weg für mehr Selbstständigkeit und Innovation im Handwerk zu ebnen.
Als beste Meisterin des Jahrgangs schloss Janine Raschdorf aus Elmshorn im Friseur-Handwerk ab. Bester Meister wurde der Kraftfahrzeugtechniker Jason Thon aus Mühlhausen.
Thüringens Ministerpräsident würdigte die Leistungen
Die Meisterfeier gilt als ein Höhepunkt in der Jahreschronik der Handwerkskammer Erfurt. Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt hob in der diesjährigen Festrede die Bedeutung des Handwerks und die Leistung der Meisterinnen und Meister hervor: „Das Handwerk ist weit mehr als eine Berufsgruppe – es ist das Rückgrat der Thüringer Wirtschaft, unverzichtbar im Alltag und fest verankert in unserer Heimat. Unsere neuen Meisterinnen und Meister stehen mit ihrer Hände Arbeit für Innovation, Qualität und Tradition. Ihr Erfolg ist ein Beweis für die Zukunftsfähigkeit des Thüringer Handwerks und das Fundament für eine nachhaltige Modernisierung unseres Landes. Mit der Fortentwicklung des Meisterbonus und der Meisterprämie setzt die Thüringer Landesregierung in ihrem 100-Tage-Programm ein klares Zeichen der Wertschätzung, das wir auch finanziell langfristig absichern wollen. Unser Ziel ist es, das Handwerk zu entfesseln, damit es Thüringen auch in Zukunft stärkt und prägt.“ Seine Teilnahme und die Anwesenheit weiterer Ehrengäste aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft unterstrich die öffentliche Wertschätzung der Absolventen.
Der gesetzlich geschützte Meistertitel ist ein Türöffner für die Berufskarriere. Er gilt – auch in wirtschaftlich angespannten Zeiten – als Garant für gutes Einkommen und anspruchsvolle Führungspositionen im Handwerk, für erfolgreiches Unternehmertum, nachhaltige Fachkräftesicherung und effektiven Verbraucherschutz. Daneben ist die Qualifikation die beste Voraussetzung, um neue technologische Chancen im Handwerk zu nutzen und weiterzuentwickeln.
Beste Meisterin und bester Meister ausgezeichnet
Als beste Meisterin des Jahrgangs schloss Janine Raschdorf aus Elmshorn im Friseur-Handwerk ab. Bester Meister wurde der Kraftfahrzeugtechniker Jason Thon aus Mühlhausen. Als Anerkennung für ihre hervorragenden Leistungen überreichten ihnen Thüringens Ministerpräsident Prof. Dr. Mario Voigt und Stefan G. Reuß, Geschäftsführender Präsident des Sparkassen- und Giroverbandes Hessen-Thüringen, je einen Goldbarren. Weiterhin wurden die besten Meister aus den einzelnen Gewerke-Gruppen ausgezeichnet (siehe Anlage).
Die Meisterbriefe wurden in diesem Jahr an 105 Frauen (28,62 Prozent) und 262 Männer (71,38 Prozent) vergeben. Seit 1990 haben damit insgesamt 13.065 Handwerkerinnen und Handwerker ihre Meisterprüfung vor einem Prüfungsausschuss des Kammerbezirks Erfurt abgelegt (siehe Anlage). Die neuen Meisterinnen und Meister repräsentieren 13 Handwerksberufe. Stark vertreten sind die Friseure (102), Schornsteinfeger (60) und Zimmerer (60). Zu den schwächeren Gewerken zählen indes Konditoren, Straßenbauer und Tischler (je 3) sowie Bäcker (1). Dass der Meisterbrief an keine Altersgrenze gebunden ist, bewiesen die neuen Schornsteinfegermeister Lukas Knöpp (21 Jahre) im Schornsteinfeger-Handwerk und Stefan Lauschner (53 Jahre).
Rund 1.000 Gäste, darunter auch Familienangehörige, Freunde und Arbeitskollegen, feierten mit den Jungmeisterinnen und Jungmeistern. Moderator Jan Kunath führte durch die festliche Veranstaltung, die musikalisch durch den Erfurter Männerchor 1890 e.V. und den Musikern AnnRed und Vinzenz Heinze umrahmt wurde.
Insgesamt 367 Jungmeisterinnen und Jungmeister wurden in der Messe Erfurt geehrt.
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